"Herbst 2018".

Kann man von Gott träumen?
Dieser Mann kann es.
In seinen Träumen ist Gott sehr beschäftigt.
Wenn er Ihn anspricht, gibt Er keine Antwort.
Wenn er Ihm zuruft, hört er nicht hin.
Der Mann sieht ihn, wie er sich über Seine Arbeit beugt.
Wie hinter Glas.
Einsam sitzt Gott da, im Licht seiner Erscheinung.
Er webt die Welt.
Unter seinen Händen fließt sie aus dem Nichts, unter
Seinen Händen zerrinnt sie wieder ins Nichts.
Endlos.
Ohne Ende.
Ja. Hier ist also Gott zu besichtigen.
Ein Gott, der ein Sklave Seiner selbst auferlegten Pflichten zu sein scheint.
Ein Gott mit der unbegreiflichen Fähigkeit, alles Seinem unerforschlichen Rat-
schluss unterzuordnen.
Kein Chaos herrscht außerhalb dessen, was Er webt.
Irgendwo in dem Gewirk, das die entstehende und wieder vergehende Welt ist,
gibt es einen Faden, und dieser Faden ist der Mann selbst; weinend erwacht er.
Cormac McCarthy