Alternative Medien.

Ein Zeitungs- und Bücherspiel.

Gedanken über mein Bücherregal.
Ich hab schon ziemlich viele anarchistische Bücher in dieser Serie fotografiert. Obwohl da auch etliches anderes Buchmaterial mit drunter gemischt, ist, daß mich interessiert. Da Wir eben ja nicht in einer anarchistischen Gesellschaft, sondern im realen Kapitalismus bzw. Neoliberalismus existieren müssen und darum interessieren mich auch Reformen und Lösungen und Alternativen usw, die eben realistischer sind.
Ich denke da ähnlich wie ein realistischer Noam Chomsky, der zwar Anarchist ist, aber der eben die Realitäten und wirklichen Machtverhältnisse sieht und wenn ich jetzt schon in dieser entfremdeten durch die Medien und die Herrschenden manipulierten Gesellschaft, wo die Masse genau so konformistisch denkt, wie es die Herrschenden durch ihre andauerende Medieneinlullung geschafft haben...über- lebe,
dann brauchen Wir auch Leute wie Antonio Negri und John Holloway und Harald Welzer und Rutger Bregman und Zygmunt Bauman und Michel Foucault und Jens Wernicke und Götz Eisenberg und Fabian Scheidler und Abdullah Öcalan usw. die ja auch alle keine Berufs-PolitikerINNen sind und die uns mit ihren Theorien Wege aufzeigen die Wir dann selber mit fragenden kritischen Gedanken und Aktionen und Lebensweisen bereichern könnten.
Um im realen Kapitalismus überleben zu können braucht mensch eben mehr als die Ideologie der Anarchie. - Obwohl ich die Anarchie bzw. den libertären Kommunalismus von Murray Bookchin als Hauptziel natürlich nie aus den Augen und meinem Sinn verlieren will, muß ich mich auch für anderes Gedankengut das gegen den Kapitalismus schreibt und denkt zumindest interessieren, ohne mich gleich durcheinanderbringen zu lassen! - ! -
Und den Anarchisten die jetzt schon Heute in dieser kapitalistischen, umweltzerstörerischen Gegenwart, anarchistisch in Öko-Kommunen und Wagenburgen und besetzten Häusern anders und alternativer Leben ,als Individualanarchisten wie ich gezwungenermaßen einer bin, sind ganz klar zu bewundern. Aber warum lebt ein anarchistischer mensch wie ich in dieser Gesellschaft als Individualanarchist und nicht als kollektiver-kommunistischer Anarchist?
Ich denke das liegt mit an der Arbeitswelt und am kapitalistischen Hamsterrad. Denn wenn mensch z.B. einen Job hat, wo mensch 4 Tage in der Woche frei machen kann und somit z.B. nachts seine Bücher lesen kann ist das zwar keine Lösung, aber immerhin in dieser Leistungsgesellschaft auch ein Weg sich wenigstens irgendwie individuell etwas auszuklicken, auch wenn das oft ziemlich anstrengend, einsam und frustierend sein kann.
Denn es wird einem in diesem System ja nichts geschenkt und ohne konträre Wochenendarbeit und Nachtschichten funktioniert weniger Maloche bei mir jedenfalls nicht.- Dauernde Kompromisse sind auch nicht gerade erbaulich und das Problem ist ja auch, sobald mensch jobbt, ist er dauernd von lauter konformistischen Minikapitalisten umgeben, die nur egoistisch-systembedingt ihr Heil im Konsum und im Arbeitswahn suchen und das Arbeitssystem und Wirtschaftssystem versucht ja auch psychopathologisch mit Ängsten zu drohen und zu manipulieren, und diese Situationen beinflussen und beeinträchtigen mich andauernd und wahrscheinlich mit Sicherheit nicht nur mich.
Alles nicht so easy. ..und nur Lesen ist ja auch keine Lösung! G.F.