"Freelance - Photographer".

Gerold Flock

Der Fotograf wählt das Ereignis, das er aufnimmt. Diese Wahl könnte man sich als kulturelle Gestaltung denken. Der Raum für diese Gestaltung wird gewissermaßen durch das geschaffen, was er nicht fotografiert. Die Gestaltung ist seine Lesart des Ereignisses, daß er vor Augen hat. Diese oft intuitive und sehr rasche visuelle Aufnahme entscheidet darüber, welchen Augenblick er dann zum Fotografieren auswählt.

Gleichermaßen ist das fotografierte Abbild des Ereignisses, wenn es als Fotografie vorliegt, Teil einer kulturellen Gestaltung. Es gehört zu einer spezifischen sozialen Situation, zu dem Leben des Fotografen, zu einem Argument, einem Experiment, einer Art, die Welt zu erklären, einem Buch einer Zeitung, einer Ausstellung. JOHN BERGER

Zitate:

„Wir machen euch Angst, weil wir nicht in eure Schemata passen,

weil das, was uns antreibt, nicht Macht oder Geld sind, sondern die

Liebe zum Leben selbst, der wilde Drang nach Freiheit und die Wut

auf jene, die uns das alles nehmen wollen.“
(WINTER)

Leidenschaft tut weh.

Schmerz tut weh, aber er tötet nicht.
Ohne Schmerz durchs Leben zu kommen
bedeutet nicht gelebt zu haben.
Eva Illouz

"An manchen Abenden...
entronnen den Schrecken der Ökonomie...
erschauert er, sieht er die Horden
der wilden Jagd vorüberziehen..."
(Arthur Rimbaud)

Mich interessiert das Leben, die Welt.

Wie baut man ein Leben auf in einer Welt,

in der sich die Menschen abmühen,

sich zu zerstören?

Wie geht man seinen Weg in diesem Chaos?

Antoine DÁgata

Wenn du dein Haus verlässt, änderst du dann nicht oft
den Weg ohne darüber nachzudenken? Hörst du deshalb
auf du selbst zu sein? Und gelangst du nicht dennoch ans
Ziel? Und selbst wenn nicht, spielt es eine Rolle?
Pablo Picasso